Es gab in den 90ern wohl keine andere Band, die in die schwedische Death Metal-Szene so viele Innovationen eingebracht hat, wie EDGE OF SANITY, allen voran Bandleader Dan Swanö. Alben wie "Unorthodox", "Purgatory Afterglow" und besonders das geniale "The Spectral Sorrows" zählen nach wie vor zu den Highlights dieses Genres, das sich wahrlich nicht über eine geringe Anzahl an qualitativ hochwertigen Outputs beschweren muss. Umso unwürdiger war dann das (vorläufige) Ende dieser Götterband im Jahre 1997: nach dem relativ schwachen "Infernal", das praktisch von zwei autarken und zerstrittenen Bands (Swanö zum einen, die übrigen EoS-Mitglieder zum anderen) aufgenommen wurde, stieg Swanö aus, und mit einem neuen Sänger wurde "Cryptic" veröffentlicht, das aber nicht im geringsten dieser Band gerecht wurde. Dieses war, abgesehen vom (sehr erlesenden) Best-of-Album "Evolutions" das bislang letzte Lebenszeichen dieser Legende.

Achtung, die große Ultrabrutale ist im Anmarsch! Einen richtig dicken Fisch haben sich Osmose Productions mit den australischen ABOMINATOR an Land gezogen.
Deren Death Metal Gebolze, das es mit vergleichbarem Material von US-Combos wie ANGELCORPSE und DEICIDE locker aufnehmen kann, war außerhalb des fünften Kontinents bisher eher Underground-Fans ein Begriff. Mit dem neuen Plattenvertrag im Rücken könnte sich der Bekanntheitsgrad der vier Aussies hierzulande sicher immens vergrößern, die Qualität dazu hat die Horde um Frontmann Max Krieg allemal.

Zu Bands wie DEEP PURPLE oder RAINBOW muss man sicher kaum mehr große Reden schwingen, um auf ihre Bedeutung in der Entwicklung des Rock/Metal hinzuweisen - und auch der Mann, der federführend hinter beiden Bands stand, dürfte hinreichend bekannt sein - Ritchie Blackmore - spätestens seit "Smoke On The Water" DAS personifizierte Gitarrenriff...
Auch wenn der Titel BLACKMORE's CASTLE es vermuten lässt - Mr. Blackmore selbst hat hier seine Finger nicht im Spiel gehabt - vielmehr wollen einige Musiker des Jetzt dem guten Ritchie mit diesem Album ihren Dank zollen.
Freundlicherweise weist das Infoblatt ausdrücklich darauf hin, dass diese Bands es erst gar nicht versuchen wollten, "perfekte Songs" noch zu verbessern… das wäre bei der vertretenen Songauswahl auch reichlich vermessen - von "Perfect Strangers" bis "Man On The Silver Mountain" ist schließlich alles äußerst hochkarätig.

Schaut man sich einmal das Cover oder auch die Bandfotos an, so kommt man leicht auf den Gedanken, dass die Schweden DOGPOUND schlechten Rap, grottenschlechten Garagen-Punk, oder im Bestfalle - zeitgemäß - ein wenig Nu-Metal. Der Bandname oder auch der Albumtitel "The Hellbum" tut sein übriges dazu.
Mit schlimmer Vorahnung wandert die CD also in den Player - und überrascht dann völlig. Die Jungs spielen hausgemachten erdigen Heavy Rock und zeigen, dass sie eine Menge Potential besitzen!

Die Information die ich über diese Band habe sind etwas spärlich. Die Formation stammt aus Italien und hat sich dem Progressive Metal verschrieben. Na dann mal reinhören...

Fast 6 Jahre nach "...magni blandinn ok megintiri..." ist Meister Vratyas Vakyas endlich mit einer neue Scheibe am Start. Er hat vom Label alle Zeit der Welt bekommen und diese auch reichlich genutzt :-)

Hinter DREAMTIDE verbergen sich hauptsächlich ehemalige Mitglieder von FAIR WARNING - federführend Gitarrist Helge Engelke, der nach seinem Weggang den nicht ganz unbekannten Shouter Olaf Senkbeil (u.a. Backings für BLIND GUARDIAN) und den Bassisten Ole Hempelmann um sich scharte, sowie noch kurzerhand mit Drummer CC Behrens und Keyboarder Torsten Lüderwaldt zwei weitere ex-FAIR WARNING-Kollegen einspannte - fertig ist die Besetzung von DREAMTIDE...
Wie die Namen bereits vermuten lassen - die Jungs kommen aus Deutschland - genauer gesagt: Hannover - und sie bemühen sich redlich, die deutsche Metalszene zu bereichern.

Wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet im hohen Norden Europas - der Hochburg der Black-Metal-Bands - ein paar Musiker zusammenfinden, um Musik zu machen, wie sie "heavy-metallischer" nicht sein könnte?
ASTRAL DOORS lassen mit ihrem Debütalbum "Of The Son And The Father" elf regelrechte Granaten auf die Welt los, die am ehesten an BLACK SABBATH zu "Headless Cross"-Zeiten erinnert - noch ein wenig RAINBOW hier, ein wenig DEEP PURPLE dort - fertig ist eine explosive Mischung.
Neben der Gitarrenarbeit von Joachim Nordlund und Johan Lindstedt hat Sänger Patrik Johansson nicht unerheblichen Anteil daran, der wie eine Symbiose aus 80% Tony Martin und 20% Dio klingt.
Für die DEEP PURPLE-Analogien sorgt Keyboarder Jocke Roberg, der zwar keine ausgefeilten Klangteppiche ausbreitet, aber regelmäßig seine Einwürfe beisteuert.

DAWNSIGHT erblickte im Jahr 2001 das Licht der Welt. Wobei sich die Band zunächst auf einige Coverversionen beschränkte. Nach und nach entstanden aber auch eigene Songs und als Resultat dessen ist nun diese 4-Track-CD entstanden, das Debüt der Hessen. Stilistisch sieht sich die Band im Bereich von IRON MAIDEN und ICED EARTH und das kann man wohl so durchgehen lassen.

Dreimal darf geraten werden, inwieweit sich das Duo Fenriz und Nocturno Culto, seit nunmehr fast 15 Jahren als DARKTHRONE fungierend, auf ihrer zehnten Platte musikalisch weiterentwicklet haben. Die richtige Antwort lautet selbstverständlich: Gar nicht. Warum auch?

Vor zehn Jahren galten GORGOROTH im Zuge der damaligen Black Metal Bewegung in Norwegen als Pioniere ihrer Zunft und als eine der krassesten Bands im Bezug auf Brutalität und Primitivität. Es kam nur Geschrei und räudiger Krach aus den Boxen, wenn man GORGOROTH auf seine Stereoanlage losließ, aber gerade dieser animalische Sound war und ist halt der einzig wahre Black Metal.

Für viele Bands gehört es in letzter Zeit zum guten Ton, mit Unterstützung eines Orchesters ein Album zu veröffentlichen - was sich aber zumeist im Nachspielen altbekannter Songs in klassischem Gewand erschöpft (METALLICA, SCORPIONS). Einen Schritt weiter sind RAGE mit ihrem "Lingua Mortis" gegangen und schrieben ein Album extra für das Zusammenspiel Orchester & Metalband.
Bands, die allein zwei Jahre für die Komposition der orchestralen Parts benötigen, sind hingegen bislang eher selten anzutreffen.
ADAGIO gehen auf "Underworld" mit acht epischen Titeln aber genau diesen Weg - ein wenig ROYAL HUNT, ein wenig EDGUY - gemischt mit klassischem Klavierspiel á la Chopin oder Liszt, noch ein wenig progressiver Einfluss und hinreichend instrumentelle Einlagen - der Einfluss der härteren Gangart von DEATH, CARCASS oder DISMEMBER, wie Gitarrist und "Hauptkomponist" Stephan Forte schreibt, ist allerdings kaum wahrnehmbar.

EXPOSED GUTS aus Hamm wurden bereits im Jahre 1997 gegründet. Aber erst jetzt wagen sie den Schritt ein erstes vollständiges Album zu veröffentlichen.

Mitte der 90er waren die Finnen AMORPHIS dank der ersten drei Alben, besonders dem göttlichen "Tales From The Thousand Lakes", eine meiner Lieblings-Death Metal-Bands. Als sie dann mit Album Nummer 4 "Tuonela" ihre Todesblei-Elemente abgelegt haben, habe ich auch mein Interesse an ihnen verloren. Umso verwunderter war ich dann, als ich zufällig in das nunmehr sechste Werk "Far From The Sun" reinhörte und ziemlich positiv überrascht war.

Seit ihrem Comeback mit dem 2001er Album "One Million Lightyears From Home" steigern sich DOMAIN kontinuierlich von Album zu Album (die arg weichspülende EP "New Horizons" sei mal vernachlässigt...).
Und zu ihrem aktuellen Output "The Sixth Dimension" wurde noch kurzerhand die Rhythmussektion ausgetauscht, um nun mit Drummer Stefan Köllner (ex-SYMPHORCE) und Bassist Sandro Lo Guidice (CIRCLE OF PAIN) zu neuen Härtegraden aufzubrechen.

FUNERIS NOCTURNUM liefern mit "Code 666 ..." bereits ihr drittes vollständiges Album ab. Die ersten beiden sind mir leider unbekannt, somit sind Vergleiche nicht möglich. In der Info werden jedenfalls Vergleiche zu MARDUK und DARK FUNERAL angestellt.

Rock/Metal-Opern sind derzeit im Kommen - nach Nikolo Kotzev's "Nostradamus" und "Mr. EDGUY" Tobias Sammet's "Avantasia" gibt sich nun auch TEN-Frontmann Gary Hughes die Ehre mit "Once And Future King" - und auch er hat diverse illustre Namen für sein Projekt gewinnen können, das sich sogar auf zwei CD's verteilt. Leider liegen zwischen den Veröffentlichungsterminen der beiden Scheiben satte sechs Wochen.
Die Gesangsparts übernehmen beispielsweise mal DC Cooper (ex-ROYAL HUNT), Dougie White (ex-RAINBOW) oder Bob Catley (MAGNUM).

Okay, die Reiter waren nie eine Band, die auch nur im entferntesten puristisch, straight oder unexperementiv, notfalls auch mit außer-metallischen Sounds, war... allein grübel ich ernsthaft, ob die Thüringer es auf ihrem vierten Studioalbum "Have A Nice Trip" nicht ein wenig übertrieben haben?

Ritchie Blackmore und Candice Night melden sich mit "Ghost Of A Rose" in gewohnter Manier wieder zurück - wie auf den letzten Alben auch hat man sich entweder mehr oder weniger bekannter "Traditionals" aus dem 16. Jahrhundert bedient, oder sich von entsprechenden Szenerien inspirieren lassen. Abgerundet wird die gelungene Mischung durch zwei Coverversionen aus aktuellerer Zeit.
Zusätzlich zu den gebräuchlichen Instrumenten kommen auch wieder heute etwas ungewöhnlichere wie "Hurdy Gurdy" oder "Rauchpfeife" zum Einsatz - was entscheidend dazu beiträgt, dass die 15 Titel ihr Flair entfalten können.

"Songs In The Key Of Rock" - endlich mal ein Album, wo der Name Programm ist!
Hat der gute Glenn auf der letztjährigen Tour mit HTP einen arg durchwachsenen Eindruck hinterlassen, so bekennt er sich mit dem aktuellen Studiooutput ohne Schnörkel zu der Musik, die er bereits Anfang der Siebziger gemacht hat.
So klingt "Songs In The Key Of Rock" über weite Teile so, als seien sie einem DEEP PURPLE oder RAINBOW-Album entsprungen - ja sogar Riffs, die verdammt nach LED ZEPPELIN klingen sind auszumachen.
Böse Zungen würden Mr Hughes jetzt unterstellen, ihm falle nichts Neues mehr ein und er würde sich nur bei alten Klassikern bedienen - aber dem ist entgegenzuhalten, dass er die zwar bekannt klingenden Riffs zeitgemäß verpackt und erstaunlich intensiv rüberbringt.


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